Triestingtal nach dem Osmaneneinfall 1683
Im Sommer des Jahres 1683 erlebte das obere Triestingtal eine der dunkelsten Stunden seiner Geschichte. Im Zuge des Osmanenfeldzuges auf Wien wurde das Tal von plündernden Krimtataren überfallen, Dörfer und Höfe gingen in Flammen auf, zahlreiche Menschen verloren ihr Leben oder wurden verschleppt.
Doch auf die Zerstörung folgte ein bemerkenswerter Neubeginn, auf den sich der Vortrag vor allem konzentriert: In den Jahrzehnten danach kamen Menschen aus der Steiermark, aus Tirol, Bayern und Schwaben in die Region, um die Brandruinen wieder aufzubauen und neues Leben in die verwüsteten Orte zu bringen. Diese Zuwanderer, die hier eine neue Heimat fanden, prägten die Geschichte und das Gesicht des Triestingtals bis heute.
Der Vortragende, selbst eng mit der Region verbunden, rekonstruiert diese bewegte Zeit anhand von Gerichtsakten, Kirchenmatriken und zeitgenössischen Berichten. Der Vortrag verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit anschaulichen Erzählungen und macht deutlich, wie sehr die Geschichte des Wiederaufbaus auch eine Geschichte von Mut, Zusammenhalt und Neubeginn ist.
Eintritt: Freie Spende
Bitte um Anmeldung bis 17. November unter office@mariazell-wienerwald.at oder 0660 / 762 16 57
Weitere Infos: https://www.mariazell-wienerwald.at/veranstaltungen/flucht-und-zuflucht-die-triestingtaler-bevoelkerung-nach-dem-osmaneneinfall-1683/